Weniger Sprachunterricht in der Primarschule – Nein Danke!

Der Dachverband der Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH) fordert zurecht, dass der Fremdsprachenunterricht gemäss den Leitlinien der EDK umgesetzt werden soll. Dass die Primarlehrer dazu besser geschult werden müssen, ist auch richtig. Aus meiner Sicht am besten durch Intensivsprachaufenthalte während den Schulferien – Zeit ist ja da genug.

Ansonsten müsste – so der LCH – die zweite Fremdsprache als Wahlpflichtfach geführt werden. Dies ist klar abzulehnen. Die Begrüdung, gewisse Kinder hätten mit der zweiten Fremdsprache Schwierigkeiten, ist nicht stichhaltig. Auch wenn die Schule allen Kindern dieselbe Ausbildung zuteil kommen lassen sollte, ist eine solche Nivellierung nach unten der falsche Weg. In der heutigen globalisierten Welt sind Sprachkenntnisse insbesondere für Menschen aus der kleinen Schweiz enorm wichtig. Je früher damit begonnen wird, desto besser. Wie ich an meinen eigenen Kindern sehen konnte, lernen diese viel schneller als im Teenageralter; beide haben von diesem Unterricht profitiert. Also nur weil ein paar Kinder mit einem Fach Probleme haben, muss es ja nicht für alle abgeschafft werden.

Die zweite Fremdsprache als Wahlpflichtfach anzubieten, führt ausserdem zu weiteren Problemen: Die Lehrer in den oberen Stufen haben dann plötzlich eine Klasse vor sich, deren Stand bezüglich Fremdsprachen sehr unterschiedlich ist. Ein guter Unterricht für alle wird so verunmöglicht.

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